Halbzeit
Der ursprüngliche Plan sah vor bis Ende Februar eine funktionierende Fräse vorweisen zu können. Damit ist jetzt, Anfang Februar, ein guter Zeitpunkt Bilanz zu ziehen. Ein paar Punkte sind mir bisher aufgefallen.
- Kurze Sessions
Wie “geplant” arbeite ich in kurzen Intervallen (maximal zwei Stunden am Stück) an der Fräse. Das hat für mich tatsächlich den Vorteil, dass ich danach auch wie der ein bisschen Abstand gewinnen kann. Trotz der tollen Anleitung in der c’t Hacks sind doch einige Fragen (bspw. genaue Positionierung von Elementen) offen und ich muss diese selbst berechnen beziehungsweise festlegen. Das klappt tatsächlich leider nicht immer beim ersten Mal. Im Moment kämpfe ich gerade mit der Y/Z-Achse und da insbesondere mit dem Riemenantrieb. Trotz hoher Spannung (im Moment noch manuell) verliert der Antrieb immer wieder den Halt zum Zahnriemen. Zwei Ursachen kommen im Moment in Frage: es hat sich gezeigt, dass die aufgeborte Zahnriemenscheibe tatsächlich ein bisschen eiert; außerdem sind die Kugellager auf der Y-und Z-Achse nicht 100% ausgerichtet. Das könnte möglicherweise auch diesen Effekt haben. - Richtige Werkzeuge Es zeigt sich dann doch auch, dass das richtige Werkzeug für ein solches Projekt unerlässlich ist. Wie man sieht, besitze ich im Moment keine ordentliche Werkbank. Das hat den Vorteil, dass ich mir regelmäßig den schönsten Ort in der Wohnung aussuchen kann. Hat aber auch den Nachteil, dass ich keine festen Ort habe, wo ich auch mal ein paar Sachen liegen lassen kann. Die Bohrer, die man oben im Bild im Vordergrund sieht habe ich von meinem Schwiegervater bekommen. Damit kann man in einem Durchgang sowohl ein Schraubenloch vorbohren als auch die Vertiefung für die Versenkung der Schraube ins Holz bekommen: Eine hervorragende Erfindung. Allerdings fehlen mir noch so viele Werkzeuge. Eine Standbohrmaschine oder ein Bohrständer würde schon sehr zur Qualitätsverbesserung beitragen.
- Schritt für Schritt Pausen zwischen einzelnen Schritten haben natürlich eine etwas beruhigende Wirkung auf den Arbeitsprozess. Da ich manchmal zur Ungeduld neige ist das zumindest gar nicht so kontra-produktiv. Somit habe ich vor allem viel Zeit darüber nachzudenken, wenn irgendwas nicht funktionieren sollte. Im Moment ist das tatsächlich förderlich, da der Antrieb der Y-Achse mehr stottert als läuft. Schlecht ist natürlich, dass ich so die Werkzeuge ständig wieder auf- und abbauen muss.